LiterArt 2018
Mit Tübinger Gôga durchs Jahr
Wind
Wind zauste mir durchs Haar mit kecken Fingern und stiebt davon, ein Häufchen Blätter flugs zu necken, die sich im Wirbelrund auf Windes Spur rischraschelnd haschen vor mir her. Ich möchte mittun bei der wilden Jagd und bin zu schwer, auf Windes Rücken mitzureiten. Jedoch mein Lachen schicke ich dem Luftgesellen hinterher, ein atemloses, wildes, und meines Atems Hauch ist ihm verwandt. Er nimmt das Lachen mit und mir ist so, als ob's verwehe – doch als ich weitergehe hör‘ ich's wie Echo noch in jedem Strauche, jedem Blatt, doch anders: Neu, aufregend wild und schön.