LiterArt 2020
Mit Tübinger Gôga durchs Jahr
Sie
Sie ist die Einzige, die ich seh', fein und grazil, zart wie ein Reh. Wie sie lacht! Wie es klingt wenn sie, ach, wenn sie leis' meinen Namen haucht dort im Park unterm Fliederstrauch! Wie mein Herz pocht und hüpft wenn ihr Hütchen sie lüpft und mit neckischem Blick mir ihr Lächeln schickt! Ach, sei stille mein Herz, dies ist seliger Schmerz. Einer noch auf der Welt, mir gerad’ so gefällt. Als er geboren bei Nacht, hat mein Herz vor Glück einen Hopser gemacht. Heut' kam er mich in der Früh besuchen zu Schonkaffee und Streuselkuchen. Mit dem frechsten Grinsen, das es gibt, fragte er: "Opa, sag', bist du verliebt?"