LiterArt 2009
Mit Tübinger Gôga durchs Jahr
November
Der krallige Frost sprengt Felsenfugen Die stürzen sich gellend zu Tal Verzerrt mich blöde und blind lachend ein Gedanke - Verwitterte Schatten verzittern im Abgrund. Liebte mich ein Kind und hatte ganz traurige Augen. Ach blutige Klippen! Spült mich an Land, Furien! Vernunft verwüstet die Herzen Ich bin so groß, Du bist so klein, so stehst du auf der Brücke Allein- So wirst du auf mich warten. Un petit mot, tendre pluie Du darfst in der Nacht nicht weinen. Deine Tränen verdunkeln den Traum. Träume, chéri Die Liebe ist schön und ganz leise will ich dich küssen. Wie flackert der schwankende Schimmer der Hoffnung auf deinem Gesicht. Du bist blaß, Kind! Dein Fuß berührt das Laub des Herbstes Du atmest die Ohnmacht der würzigen Farben deiner Phantasie Geh fort, chéri sieh - im Gebirge hockt der rauhe Sturm erlauert sein Wild. Du sollst sein Opfer nicht sein. Verstört ist dein Blick, verstehst du mich nicht? Stürze ich dich hinab! Zerbrochen das zarte Blatt deiner Liebe verendet das Märchen in deiner Seele! Du glaubst nicht mehr! Rauhreif liegt über dem grauen Novembermorgen. Geräusche knirschenden Frostes! Zu früh! Zersplitterte Kälte der Einsamkeit. So wirst du alt. Doch ich will singen, dir will ich bunte Blumen malen und ein Licht für deine Augen.